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Hyperraum

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Er aktivierte das Display in seiner Kabine und tippte auf "Aktuelle Informationen". Es erschien der vertraute Bildschirm. Links gab es eine Reihe von Menüpunkten zu detaillierten Informationen wie dem aktuellen Essensangebot im Bordrestaurant, den kommenden Filmen im Bordkino, Informationen zum Kabinenservice, Informationen zu den nächsten Reisezielen. Die rechte Seite war zweigeteilt. Auf der oberen Hälfte stand die Bordzeit, die aktuelle Entfernung von der Erde, und ein paar weitere allgemeine Informationen zum Flug. Unten wurden aktuelle Meldungen und Termine eingeblendet.

Eine Meldung erregte seine Aufmerksamkeit: "Um 15:00 Eintritt in den Hyperraum." Heute würde es also so weit sein. Er hatte schon viel über das Reisen im Hyperraum gehört, aber selbst erlebt hatte er es noch nicht. So war er also gespannt, was ihn erwarten würde.

Schon eine Viertelstunde vor der angegebenen Zeit erklang eine Lautsprecherdurchsage: "Sehr geehrte Passagiere, wir machen Sie darauf aufmerksam, das wir in 15 Minuten in den Hyperraum eintreten werden. Bitte begeben Sie sich an ihr Kabinendisplay und aktivieren Sie das Informationsvideo zu Ihrer Sicherheit. Bitte beachten Sie, dass das Ansehen dieses Videos Pflicht ist und zentral kontrolliert wird."

Er ging zum Display, welches jetzt nur einen einzigen Button zeigte: "Sicherheitsinformationen zum Eintritt in den Hyperraum". Im Video wurde empfohlen, beim Übertritt zu sitzen, auf jeden Fall aber festen Halt zu suchen. Auch wurde dringend empfohlen, zu prüfen, dass alle Gegenstände sicher verstaut waren; für Schäden an oder aufgrund von nicht hinreichend gesicherten Gegenständen würde keine Haftung übernommen. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass aufgrund der starken, die Augen gefährdenden Lichtentwicklung während des Übertritts das Kabinenfenster automatisch abgedunkelt würde; es werde aber aus Sicherheitsgründen empfohlen, zusätzlich den mechanischen Sichtschutz zu schließen.

Diese letzte Information bedauerte er. Er hatte gehofft, während des Übertritts interessante Beobachtungen machen zu können. Nun würde er also gar nichts zu sehen bekommen. Nun, daran war wohl nichts zu ändern. Also schloss er wie empfohlen den mechanischen Sichtschutz, prüfte nochmal, dass keine Gegenstände lose herumlagen, setzte sich auf den einzigen Stuhl in seiner Kabine und wartete auf den Übertritt.

Es kam noch eine Lautsprecherdurchsage, die auf den nun direkt bevorstehenden Eintritt in den Hyperraum hinwies und nochmal dazu aufforderte, sich festen Halt zu suchen. Kurz darauf fühlte er sich an das Erdbeben erinnert, das er vor fünf Jahren miterlebt hatte. Das Erdbeben hatte Stärke 5,2 gehabt, und das Haus, in dem er wohnte, war offenbar nicht besonders gut gebaut gewesen; jedenfalls hatte es deutliche Risse bekommen, und er hatte daraufhin umziehen müssen.

Das Schiff hingegen war natürlich auf diese Erschütterungen angelegt, aber dennoch, der Schreck saß ihm noch in den Knochen. Seine ganze Erinnerung an die damalige Zeit war wieder hochgekommen, und er brauchte eine ganze Weile, bis er sich wieder klar wurde, dass das, was er gerade erlebte, kein Erdbeben war, sondern eben der Eintritt in den Hyperraum. Mit allem hatte er gerechnet, nur nicht mit Erinnerungen an ein Erdbeben, hier im All, weit weg von der Erde.

Der Lautsprecher verkündete nun, dass das Raumschiff erfolgreich in den Hyperraum eingetreten war, und es deshalb wieder gefahrlos möglich war, sich frei im Raumschiff zu bewegen. Auch die Fenster waren wieder transparent geschaltet.

Er öffnete den Sichtschutz, um einen Blick auf den Hyperraum zu werfen. Durch das Fenster fiel rötliches Licht, ähnlich hell wie das Licht des Vollmondes in einer klaren Erdnacht. Aber das Licht kam nicht von einem einzelnen Himmelskörper, sondern der gesamte Raum schien mit diesem Licht erfüllt zu sein. Ansonsten war nichts zu erkennen. Das also war der Hyperraum.

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